02 Mär

Ausstellungseröffnung „Wieso seid ihr noch am Leben?“ Der Holodomor 1932/33

Termin:

Mo.:
Ausstellungseröffnung

2. März 2026

Ort:

LMU Hauptgebäude Erdgeschoss, Hörsaal E004 Geschwister-Scholl-Platz 1 80539 München

Am 2. März 2026 um 19 Uhr lädt das Mykola-Haievoi-Zentrum zur Eröffnung der Ausstellung „Wieso seid ihr noch am Leben?“ Der Holodomor 1932/33: Stalin stürzt die Ukraine in die größte Hungersnot der Geschichte Europas ein. Die Eröffnung findet im LMU-Hauptgebäude, Hörsaal E004 statt.

  • Begrüßung durch Prof. Martin Schulze Wessel, Direktor des Mykola-Haievoi-Zentrums
  • Eröffnungsvortrag: „Widerstand und Menschlichkeit in der Ukraine der frühen Stalin-Zeit“ - Dr. Volodymyr Tylishchak, Historiker, stellvertretender Direktor des Ukrainischen Instituts des Nationalen Gedenkens (UINP) in Kyjiw
  • Kleiner Empfang und gemeinsame Besichtigung der Banner (A280)

Die vom Ukrainischen Institut des Nationalen Gedenkens und dem Holodomor-Museum in Kyjiw konzipierte Ausstellung zeigt Vorgeschichte, Verlauf und Nachwirkungen sowie die Erinnerung und künstlerische Verarbeitung des Holodomor.

Das 20. Jahrhundert war auch eine Zeit der „politischen Hungersnöte“, mit denen Staaten eine „feindliche“ Bevölkerung in die Knie zwingen wollten. Der Holodomor („Hungermord“), die größte Hungersnot in der Geschichte Europas, ist ein erschütterndes Beispiel dafür. Unter Machthaber Stalin führten die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft, die Beschlagnahme von Getreide und am Ende jeglicher Lebensmittel in der Ukraine zum Hungertod von etwa vier Millionen Menschen.

In den russisch besetzten Gebieten werden heute Denkmäler für die Opfer des Hungers zerstört; Moskau will die Erinnerung daran auslöschen. Der Deutsche Bundestag hat in seiner Resolution vom 22.11.2022 den Holodomor als Genozid eingeordnet und gefordert, dieses in Deutschland kaum bekannte Menschheitsverbrechen ins Bewusstsein zu rücken, eine „achtsame Perspektive auf unsere östliche Nachbarschaft“ zu stärken und „blinden Flecken“ im Geschichtsbild entgegenzuwirken.

Die Ausstellung wird vom 3. März bis zum 10. April 2026 im LMU-Hautgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1, 1.OG, Dekanatsgang, (nahe der Statue „Speerträger“) zu sehen sein.